Cindy Cohn Verfechterin der Privatsphäre D.C. Events April 2026

Die Architektin der modernen Datenschutzverteidigung bringt ihre Narben — und ihren Plan für die Zukunft — zu zwei ausgebuchten Veranstaltungen in die Hauptstadt. Das ist keine Siegesfeier. Das ist eine Warnung.

Cindy Cohn, Geschäftsführerin der Electronic Frontier Foundation, spricht auf einer Datenschutz-Advocacy-Veranstaltung

Key Takeaways

  • Cindy Cohn, Geschäftsführerin der EFF, bringt ihren 30-jährigen Kampf gegen digitale Überwachung mit zwei Veranstaltungen im April 2026 nach D.C. und präsentiert darin ihr neues Memoir.
  • Datenschutzrechte geraten unter Druck, während KI-Systeme Datensammlung massiv hochfahren und Regierungen nach Hintertüren zur Überwachung drängen — Cohns Perspektive ist aktueller denn je.
  • Das Buch bietet eine kritische Sichtweise darauf, wie man Bürgerrechte in einer Ära verteidigt, in der Privatsphäre unmöglich wirkt, aber weiterhin zentral für Demokratie und menschliche Autonomie ist.

Dreißig Jahre. So lange kämpft Cindy Cohn schon gegen die Bundesregierung — hart und direkt — um etwas, das die meisten von uns für selbstverständlich halten: das Recht auf einen privaten Gedanken, ein privates Gespräch, ein privates Leben — während man gleichzeitig vollständig online lebt.

Am 13. und 14. April bringt sie diesen Kampf nach Washington D.C.

Die Frau, die den Behörden »Nein« sagte (mehrfach)

Cohn ist keine abstrakte Politiktheoretikerin. Sie hat vor Bundesrichtern argumentiert. Sie hat sich Überwachungsarchitekten der NSA gestellt. Sie hat die Linie gehalten, während Tech-Konzerne nachgaben. Ihr neues Buch, Privacy’s Defender: My Thirty-Year Fight Against Digital Surveillance, ist Teil Memoir, Teil juristisches Handbuch — und es kommt genau in dem Moment heraus, in dem das Internet weniger wie ein Commons wirkt und mehr wie ein Panoptikum.

Zwei Veranstaltungen in D.C. geben dir direkten Zugang zu ihr. Die erste, organisiert von der American Association of Public Broadband und der EFF am Montag, 13. April im Busboys & Poets (18:30 Uhr), bringt Cohn mit Gigi Sohn zusammen, der Geschäftsführerin der AAPB. Die zweite am Dienstag, 14. April im True Reformer Building (18:00 Uhr): Chelsea Horne, Senior Lecturer an der American University, führt ein Gespräch mit Cohn im Rahmen von Women in Security and Privacy.

Worum es geht: Beide Veranstaltungen kreisen um eine Frage, die Datenschutzanwälte nachts wach hält.

Kann man überhaupt privat leben, wenn man online lebt?

Das ist keine rhetorische Frage. Das ist die Frage. Und Cohn hat drei Jahrzehnte damit verbracht zu beweisen, dass die Antwort nicht automatisch »Nein« lautet — aber es erfordert jemanden, der dafür kämpft.

»Privacy’s Defender is a compelling account of a life well lived and an inspiring call to action for the next generation of civil liberties champions.« — Edward Snowden

Diese Empfehlung kommt von jemandem, der es wissen sollte. Snowden legte 2013 das Massen-Überwachungsprogramm der NSA offen. Cohn kämpfte ähnliche Kämpfe schon lange vorher — und seitdem noch heftiger. Der Unterschied zwischen Snowdens Zeit und heute? Damals wirkte Überwachung wie ein Regierungsproblem. Heute ist sie in jede App, jedes Gerät, jede Plattform-Interaktion eingewoben.

Die zweite D.C.-Veranstaltung konzentriert sich auf behördlichen Datenzugriff und digitale Rechte. Chelsea Hornes Beteiligung signalisiert: Das geht nicht um historische Granteleien — es geht um das, was kommt, um das, was Washington plant, um das, worauf du dich vorbereiten solltest.

Warum jetzt? Warum D.C.?

Timing ist alles. Wir befinden uns in einem Moment, in dem KI-Systeme menschliche Daten im großen Stil aufsaugen, in dem Verschlüsselung unter Beschuss steht, in dem die Regierung wieder einmal nach Hintertür-Zugang zu verschlüsselten Kommunikationen greift, und in dem selbst Konzerne, die behaupten, deine Privatsphäre zu schützen, alles über dich zu Geld machen.

Cohns Perspektive — gehärtet durch Jahrzehnte desselben Kampfes in neuen Verkleidungen — ist wirklich selten. Sie ist keine Lobbyistin, die nach Kompromissen angelt. Sie ist jemand, die Muster erkannt hat, die sich wiederholen, und die die nächste Generation ausrüsten will, um sie zu durchbrechen.

Die Bucheinnahmen gehen direkt an die EFF, die Organisation, die Cohn leitet. Das ist keine Corporate-Pseudo-Moral. Die Electronic Frontier Foundation macht tatsächlich die juristische Arbeit — die Klagen, die Eingaben, das undankbare Schuften, das Bürgerrechte davor bewahrt, noch tiefer in die Finsternis zu rutschen.

Das große Ganze

Was an Cohns Timing bemerkenswert ist, sind nicht die Veranstaltungen selbst — sondern wofür sie stehen. Privatsphäre ist gerade nicht trendy. KI ist es. Regulierung ist es. Aber Privatsphäre ist die Grundlage, auf der alles andere sitzt. Du kannst echte Zustimmung ohne Privatsphäre nicht haben. Du kannst echte Autonomie ohne sie nicht haben. Du kannst D

James Kowalski
Written by

Investigative tech reporter focused on AI ethics, regulation, and societal impact.

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Originally reported by EFF Updates