KI-Coding-Tools wiederholen Engineering-Fehler

Alle dachten, KI-Coding-Tools machen Entwickler blitzschnell überflüssig. Stattdessen wiederholen wir die alten Dummheiten – es sei denn, wir lernen aus 20 Jahren Leid.

KI-Coding-Tools wiederholen den großen Flop der Softwareentwicklung — theAIcatchup

Key Takeaways

  • KI-Coding-Tools brauchen Einfachheit – Plugins über Bord, reine Prompts her.
  • Komplexität hat Software-Träume schon mal zerstört; jetzt vergiftet sie KI.
  • Plugin-Sicherheitsrisiken sind real – 92-Prozent-Exploit-Chance bei nur zehn Stück.

Jeder schwärmt von KI-Coding-Tools – ihr kennt das: OpenClaw, Claude Code, die glänzenden Alternativen zu uns fleischigen Codern. Der Hype? Perfekten Code rausspucken, Bugs wegzaubern, Bosse sparen sich die Gehaltsstreitereien. Einfach ‘Mach mir eine App’ eintippen.

Moment mal. 20 Jahre im Graben, und ich sehe Gespenster alter Fehlentscheidungen.

Hier der Kontext, den ihr bei den Demos verpasst. Wir glaubten, KI ebnet die Dev-Welt über Nacht – keine Meetings mehr, keine ramengetriebenen Nächten. Ändert null, wenn wir die alten Fallen aufwärmen: Komplexität als Fortschritt getarnt.

Ich kenne den Film. Beginnt harmlos. Frische Coder (oder euphorische PMs) entdecken Design Patterns, Microservices, Kubernetes-Orchestrierung. Fühlt sich genial an. Systeme brummen mit 14 Schichten. Bis Mitternacht schlägt es zu, und nichts läuft, weil Wochenend-Hacks nicht skalieren.

Man kehrt zur Einfachheit zurück. Immer.

Warum verurteilen wir KI-Coding-Tools zum selben Schicksal?

Das KISS-Prinzip? Kein esoterisches Mantra. Kelly Johnson bei Lockheed Skunk Works baute in den 60ern Spionageflugzeuge, die ein Mechaniker mit Schraubenschlüssel im Graben reparieren konnte. Zu clever? Raus damit.

60 Jahre später ignorieren wir’s bei KI. Claude starten, Prompt reinkopieren – zack, Code. Magie. Dann die Versuchung: Skills-Marktplätze, vorgebaute Workflows, Webhook-Ketten. Zwölf installieren. Zauberer-Gefühl.

Realität? Die Hälfte der ‘Skills’ sind nur geschminkte Prompts. Selbst tippen, Klicks sparen. Der Rest? Versteht den Kontext falsch, zwingt zu Fixes, die die Seele fressen.

Ein sauberer Prompt im leeren Chat-Fenster schlägt jeden Rube-Goldberg-Aufwand.

Apex-Raubtier von Grug ist Komplexität Komplexität schlecht Sag’s nochmal: Komplexität sehr schlecht Du sagst jetzt: Komplexität sehr, sehr schlecht Bei Wahl zwischen Komplexität oder Eins-gegen-Eins mit T-Rex: Grug nimmt T-Rex – wenigstens sieht Grug den T-Rex

Aus The Grug Brained Developer. Lies es. Lach. Dann weine, weil KI-Marktplätze Grugs Albtraum sind.

Aber hier mein eigener Twist – den findet ihr nirgends im Original-Rant. Passt perfekt zur Microservices-Wahnsinn von 2015. Alle warfen Monolithe weg für verteilte Pracht, jagten Netflix-Vibes. VCs warfen Milliarden rein. Dann? 90 Prozent krochen zu einfacheren Stacks zurück, weil Ausfälle sich türmten und Latenz die UIs killte. KI geht denselben Weg: Plugin-Imperien heute, Prompt-Purismus morgen. Mutige Vorhersage: Bis 2027 gibt’s ‘KI-Einfachheits-Frameworks’, die den aktuellen Hype verhöhnen.

Lohnt sich der Plugin-Horror in KI-Coding-Tools bei dem Sicherheitsalptraum?

Plugins sind nicht nur Ballast. Sie sind Zeitbomben.

Security-Leute bei Pynt testeten MCP-Plugins – die Lieblinge, die eure KI mit GitHub, Browsern, WhatsApp verbinden. Zehn Prozent komplett hackbar. Zehn installieren? 92-Prozent-Chance, dass eins eure Geheimnisse verrät.

2025-Bilanz: WhatsApp-Chats geklaut, private Repos geleakt, Cursor AI RCE-Exploits. Kein ‘vielleicht’. Passiert.

Ihr tauscht einen simplen Prompt gegen Abende mit Crash-Betreuung und Beten, dass niemand eure Daten schlürft.

Und lasst uns über Kosten nicht reden. Devs lieben fette Rigs – MacBooks, 64 GByte RAM, Dual-Monitore. Wirkt verschwenderisch. Aber Forrester rechnete Apples Zahlen durch: Solche Maschinen sparen 54.000 Dollar pro Dev durch Speed und weniger Kopfschmerzen. Gleiche Rechnung für KI: An Einfachheit sparen, in Debug-Hölle zahlen.

Abende mit 12 Integrationen fummeln? Oder ein Prompt, der sitzt?

Wenigste Teile siegen. Erst Simples testen. Fancy nur ans Limit – die meisten kommen nie hin.

Wer kassiert wirklich bei dieser KI-Hype-Maschine?

Folgt dem Geld, mein Valley-Kredo. Toolmacher verhökern Skills und Plugins wie Süßigkeiten. Marktplätze kassieren Gebühren. Ihr seid der Trottel, der ihren Zoo managt.

Business-Bosse, merkt’s euch: Engineer skippen? Ok, wenn man Komplexität vermeidet. Aber PR-Gelaber von ‘Produktivitätsraketen’ vergräbt Risiken.

Ich hab J

Sarah Chen
Written by

AI research editor covering LLMs, benchmarks, and the race between frontier labs. Previously at MIT CSAIL.

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Originally reported by dev.to